Außer dem wohlbefinden seiner Mitmenschen, egal ob vertraut oder nicht, liegt Markus die Umwelt auch extrem am Herzen, wenn man den Traum vom BMW M5 außen vor lässt.
Daher wandte Markus seinen Blick einigen Grafiken zu, aus denen sich ein gravierendes Problem der Menschheit offenbarte, ein Terrain, in dem er sich als außerordentlich versiert erwies: die Welt der Fast Fashion.



Aufgrund seines tiefgründigen Fachwissens im Bereich der Mode wurde er unverzüglich vom Thema Klimaschutz gefesselt. Um die Fast-Fashion-Tendenzen innerhalb seines Bekanntenkreises zu illustrieren, initiierte er eine Fallstudie: Er gründete die faktisch nicht existierende Modemarke Amour Libre und gewann zunächst Unterstützer, die seine amateurhaften Entwürfe im Rausch des Fast-Fashion-Wahns euphorisch feierten. Dies lässt sich deutlich auf den nachfolgenden Bildern nachvollziehen:






Um das flüchtige Element gebührend zu erfassen, initiierte er eine Umfrage und setzte anschließend jede weitere Arbeit an dem Projekt für zwei Wochen aus. Wochen, in denen er keineswegs einfach aufgegeben hatte, sondern aufmerksam die Frequenz der Gespräche über seine neue Marke verfolgte, die zu Beginn beachtlich hoch war.

Diese quadratische Funktion erwies sich als nahezu ideal zur Modellierung der Interaktionen: Zu Beginn stiegen sie sogar an, beflügelt vom unstillbaren Drang nach mehr Kleidung, den die Umfrage ausgelöst hatte. Bis zum vierzehnten Tag jedoch sanken sie auf null, womit Amour Libre faktisch erlosch.
Damit demonstrierte Markus auf eindrückliche Weise, wie tief die moderne Menschheit und insbesondere die modegeprägte Jugend vom Sog der Fast Fashion ergriffen ist. Die anfängliche Euphorie, genährt durch oberflächliche Trends und den Drang nach ständigem Konsum, verpuffte binnen weniger Tage, was die Kurzlebigkeit und Oberflächlichkeit dieses Phänomens offenlegte.
Seine Fallstudie legte zudem offen, dass selbst engagierte, kreative Impulse, wie die Gründung von Amour Libre, kaum eine Chance gegen den allgegenwärtigen Druck der Modeindustrie hatten. Die Interaktionskurve, die anfangs rapide anstieg und abrupt abfiel, wurde so zu einem Symbol für die flüchtige Begeisterung einer Generation, die von Trends mitgerissen, aber kaum nachhaltig geprägt wird.
Das Fazit ist ebenso klar wie ironisch: Mode kann Leidenschaft entfachen, doch ohne nachhaltige Bindung oder verantwortungsbewusstes Engagement bleibt sie ein kurzlebiges Spiel: eine Lektion in übermäßigem Konsum, flüchtiger Begeisterung und den ökologischen Folgen jugendlicher Modeexzesse, meisterhaft beobachtet und dokumentiert von Markus selbst.